Der Markt hat kein Kapitalproblem. Der Markt hat ein Qualitätsproblem.

Selektion

Kapital ist im Immobilienmarkt weiterhin vorhanden.Es wird aber selektiver eingesetzt. Viele Marktteilnehmer sprechen von fehlender Liquidität. Häufig liegt das Problem...

Kapital ist im Immobilienmarkt weiterhin vorhanden.
Es wird aber selektiver eingesetzt.

Viele Marktteilnehmer sprechen von fehlender Liquidität. Häufig liegt das Problem nicht im fehlenden Kapital. Es liegt in der Qualität der angebotenen Objekte, Projekte und Annahmen.

Kapital folgt nicht jeder Gelegenheit.
Kapital folgt belastbaren Grundlagen.

Entscheidend sind nachhaltige Erträge, marktgerechte Mieten, ein plausibler Objektzustand, beherrschbare Risiken, tragfähige Finanzierung und eine realistische Exit Fähigkeit. Diese Faktoren bestimmen, ob ein Investment kapitalmarktfähig ist.

Ein Objekt wird nicht dadurch investierbar, dass Kapital vorhanden ist.
Es wird investierbar, wenn Qualität, Preis und Risiko zusammenpassen.

Selektion ist deshalb kein Zeichen eines schwachen Marktes.
Sie ist Ausdruck gestiegener Anforderungen.

Investoren prüfen genauer.
Finanzierer prüfen strenger.
Käufer vergleichen intensiver.

Projekte mit unklarer Nachfrage, überhöhten Mietannahmen, schwacher Drittverwendungsfähigkeit oder nicht marktgerechten Preisen finden schwerer Kapital. Das liegt nicht zwingend am Markt. Es liegt häufig an der fehlenden Belastbarkeit des Angebots.

Qualität bedeutet dabei nicht nur Lage oder Architektur.
Qualität bedeutet wirtschaftliche Tragfähigkeit.

Sie zeigt sich in Verträgen, Erträgen, Kosten, Nutzbarkeit, Risikostruktur und Transaktionsfähigkeit. Sie zeigt sich dort, wo eine Immobilie nicht nur präsentiert, sondern geprüft wird.

Der Markt hat deshalb kein pauschales Kapitalproblem.
Er hat ein Selektionsproblem.

Kapital ist vorhanden.
Es sucht nur nicht jedes Produkt.

Ronny Kazyska vor dem Frankfurter Büro Center (FBC)